Umwelt-Zahnmedizin

Die Umwelt­zahnmedizin ist eine neue Zahnmedizin­übergreifende Spezialisierung. Sie beschäftigt sich auf wissen­schaftlicher Basis mit der individuellen Wechsel­beziehung der erkrankten Mundhöhle und zahnärztlicher Maßnahmen am gesamten Organismus.

Im Fokus der Umwelt­zahnmedizin steht die umfassend ausgerichtete Behandlung chronisch kranker Patienten, sowie die Anwendung individueller präventiver Behandlungs­konzepte mit dem Ziel, chronisch entzündliche Krankheiten auch fernab der Mundhöhle zu verhindern oder zu lindern.

Warum Umwelt-Zahnmedizin ?

Zum einen ist die Zahnmedizin gezwungen, Fremd­materialien in den Körper von Patienten dauerhaft einzubringen. Jedes Material kann ein Auslöser für chronische Entzündungen darstellen, denn es geht Wechsel­wirkungen mit dem Organismus ein.

Zum anderen wird die Zahnmedizin mit der Situation konfrontiert, dass immer mehr Patienten schon an chronisch entzündlichen Erkrankungen leiden. Bei ihnen muss gezielt nach unverträglichen Materialien und Stör­faktoren gesucht werden, um zusätzliche Reize zu vermeiden und den bestehenden Erkrankungs­prozess nicht zu beschleunigen.

Mit der Qualifizierung zum Umwelt­zahnmediziner hat sich der Zahnmediziner mit Toxikologie, Immunologie, Allergologie und Werkstoffkunde beschäftigt, insbesondere im Hinblick auf Zusammen­hänge zwischen Organen und Mundraum. Dieses ist für eine gründliche Untersuchung wichtig, da nach Faktoren gesucht wird, die über eine toxikologische Dauer­belastung oder eine Immun­aktivierung einen entzündlichen Prozess bewirken können.

Das können verlagerte Weisheits­zähne, eine chronische Zahnbett­erkrankung, unentdeckte Entzündungen an Wurzel­spitzen, ein oder mehrere wurzeltote Zähne oder ein für den Patienten ungeeignetes Füllungs-, Brücken-, Prothesen- oder Implantat­material sein. Auch Bindungs­materialien wie Kleber und Zemente können einen solchen Störfaktor darstellen.

Die Symptome zeigen sich häufig als ganzkörperliche Beschwerden und sind z.B.:

  • Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischveränderungen, Parodontitis
  • Zungen- und /oder Mundbrennen
  • Kopf-, und/oder Gelenkschmerzen
  • Chronische Müdigkeit
  • Chronische Schmerzen
  • Grippeähnliche Symptome

Wichtig ist auch, dass der Zahnarzt weiß, wodurch das problematische Material ersetzt werden kann. Es muss im Vorfeld abgeklärt werden, ob einen Sensibi­lisierung oder individuelle Unverträg­lichkeit gegen das neu einzubringende Zahnersatz­material vorliegt.

Der Umwelt­zahnmediziner ist für chronisch kranke, aber auch für gesunde Menschen ein kompetenter Ansprech­partner, wenn es Ihnen nicht ausschließlich um Ästhetik und Funktionalität, sondern auch um eine allgemein gesunde zahnmedizinische Behandlung geht.

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